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music: the moldy ones

11.26.16

Nachdem mein erster Beitrag zum Thema Musik so gut bei euch angekommen ist und es mir ohnehin Freude bereitet über Musik zu schreiben, möchte ich das Thema heute gerne erneut aufgreifen. Im letzten Post habe ich euch meine vier liebsten Legenden der Musikgeschichte vorgestellt. Legenden, ganz und gar keine Insider Tipps. Heute soll es weiter gehen mit noch mehr, etwas unbekannteren Lieblingsbands, dieses mal aber unter dem Motto „The Moldy Ones“. Zum einen sind das die Moldy Peaches und zum anderen ihre zwei Gründer, Adam Green und Kimya Dawson als Solokünstler.

via mtv.com

THE MOLDY PEACHES

Die Moldy Peaches, 1994 gegründet von Adam Green und Kimya Dawson in New York City waren Wegweiser der Musikrichtung Anti-Folk. In ihren ersten Jahren als Band waren sie bekannt dafür, sich auf ihren Konzerten freaky, z.B. als Frösche, zu  verkleiden. Die Musik ist eher einfach gehalten, trotzdem sehr ausdrucksstark. Wie bei einigen der Bands, die ich euch im letzten Post vorgestellt habe, hat auch die Musik der Moldy Peaches diesen gewissen Charme an schräger Verstimmtheit. Es hört sich oft so an, als ob sich die Sänger leicht in den Tonhöhen vertun und auch die Instrumente wirken oft leicht verstimmt. Gepaart mit den selbstironischen, sarkastischen Lyrics ergibt das meiner Meinung nach eine grandiose Mischung. Textpassagen wie „oh people are shiny like a brand new book, but if you get a closer look, there’s shit on every hand you shook“ und „indie boys are neurotic, makes my eyes bleed. tight black pants, exotic. some loving is what i need“ hatten mich damals sofort überzeugt. Die Moldy Peaches waren Liebe auf den ersten.. Ton. Seit 2003 gibt es von der Band leider nicht mehr sonderlich viel zu hören. Laut Kimya sind sie auf Pause, aufgelöst hat sich die Band (thank god) aber nicht.

Wie auch im letzten Musik Post, ein paar Links zum reinhören:

Lazy Confessions

Who’s Got The Crack

Anyone Else But You

Lucky Number Nine

Steak For Chicken

I Think I’m In Love (ein Paradebeispiel für ihren selbstironischen Humor)

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via adamgreen.info

ADAM GREEN

Von den Moldy Peaches gleich weiter zu Adam Green, wie bereits erwähnt, einem ihrer Mitbegründer. Schon drei mal hatte ich das Vergnügen seine Konzerte zu besuchen. Ich werde mir definitiv immer und immer wieder ein Ticket kaufen, sollte er in der Nähe sein, denn live ist Adam Green mindestens genau so großartig wie auf Studioaufnahmen. Alleine dabei zuzusehen, wie viel Freude er während seinen Auftritten hat, macht großen Spaß. Adam Green’s Sound ist für mich eine Mischung aus Lou Reed & Leonard Cohen, nur weniger verrucht. Die Töne hören sich natürlich auch bei ihm als Solokünstler öfter mal etwas daneben an, doch genau das ist es, was Adam’s Musik ausmacht. Adam ist sogar über ein paar Ecken mit Franz Kafka verwandt ist, was man auf jeden Fall auch an seinen tiefsinnigen Texten erkennen kann. Hier ein kleines Auszug des Songs „No Legs“:

„There’s no wrong way to f* a girl with no legs
Just tell her you love her as she’s crawlin‘ away
There’s no wrong way to f* a bitch with no faith
Now you’ll never be sad again“

Dance With Me

Jessica

No Legs

Emily

via kimyadawson.com
via kimyadawson.com

KIMYA DAWSON

Kimya Dawson, die zweite im Bunde der Moldy Peaches Gründer. Besonders charakteristisch für ihre Musik ist ihre sanfte, unschuldige Stimme. Schon beim ersten Song, den ich mir von ihr anhörte, hatte sie mich sofort an Nico, die deutsche Sängerin die mehrere Songs mit meiner all-time-favourite-Band The Velvet Underground aufgenommen hat. Kimya’s Musik gibt sehr intime Einblicke in ihr Innerstes. Oft thematisiert sie ernste und düstere Themen wie Depression, Selbstwertgefühl und andere persönliche Probleme. Das ganze verkauft sie aber mit einer gewissen Ironie und vermittelt schlussendlich trotzdem ein positives Gefühl. Ein gutes Beispiel dafür ist der Song „The Competiton“:

„I thought if I succeeded I’d be happy and they’d go away
but first thing every morning I’d still wake up and I’d hear them say
„you’re fat, ugly and stupid, you should really be ashamed
no-one will ever like you, you’re no good at anything“

(…)

„I got good at feeling bad and that’s why I’m still here“

The Competition

Loose Lips

Tire Swing

Ich hoffe es war auch dieses mal wieder was für euch dabei. Lasst mich doch gerne wissen, was ihr von den off-pitch vibes der Musik haltet, die ich euch heute vorgestellt habe. Ich finde dieses „absichtliche nicht ganz richtig“ singen sehr sehr charmant. 

 

 

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